#33 Tanz im Moor

Folge auf Spotify // Zeitangaben entsprechend

00:00 //
Eine Einleitung ohne Lob und ohne Durchzudrehen. Herbst, der Karnveal der Natur (die Bäume in bunten Kostümen!) — kein guter Akzent, viel zu lokal im Vergleich zur Podcast-Schwergewicht-Konkurrenz! Damit neue Hörer auf jeden Fall dran bleiben, rezitiert Stephan ein Gedicht mit schlechten Reimen. // Man karikiert sich selbst: Stephan serviert Federweißer, der im Auto ausgelaufen nach Pisse stinkt, schmieriges Glas dazu. Folgen-Qualität insgesamt fragwürdig, Micha hat Themen für vier Minuten dabei, dafür aber neun Lieder. Stephan nur drei. //
08:50 //
Stephan und Micha kennen sich kaum, trotzdem waren beide zusammen auf dem Machine Head Konzert in Bochum. Stephan fand es „super interessant, aber…“ und garniert mit seinem ihm eigenen Metal-Specht-Geräusch. Gab es wirklich einen Unterschied zwischen den Liedern — oder wurde nur ein Song gespielt? Micha serviert Fakten: 25jähriges Debut-Album-Jaubiläum plus normale Show, deshalb 3 Stunden 15 Minuten Vollkonzert vor nur Fans. Stephan findet, Metal-Bandmitglied ist der härtestes Job der Welt. Haben die überhaupt Gefühle oder können die nur zerstören? Stephan hat den Ultimativsong wegen Currywursteinkauf verpasst. // Eklat wegen „Stalin-Orgel“-Vergleich seitens Stephan, Micha besteht auf Unterlagen-Kontrolletti. // Mosh- bzw. Circle- bzw. Ring-Pit, ähnlich einem Maya-Ritualtanz, versteht Stephan als eine (Korn)Kreis-Performance (ähnlich Mekka) mit einem wahrscheinlich über-fruchtbaren Metal-Typ in der Mitte, zur allgemeinen Sperma-Anschwingung. Auch das Publikum: total krass, sogar Frauen, die mitgesungen haben! Good to know: Ohropax sind nicht peinlich! Und: Die singen tatsächlich Text! // Stephan ist ein intoleranter Opa, der Metal nicht versteht. // Micha hat sich Metal auch ein bisschen ausgesucht, rennt aber keiner Mode hinterher. // Song zum Anschnallen: Machine Head — Davidian //
27:00 //
Der nächste Song ist in erster Linie schön und von 1978. Micha lebt musikalisch auch nicht in der Jetzt-Zeit, im Gegensatz zu Stephan. Der Song heißt wie ein berühmter englischer Roman aus dem viktorianischen Zeitalter (v.d. Red ergänzt) und ist im Deutschen unter „Sturmhöhe“ (nicht „stürmische Höhen“, Anm. d. Redaktion) bekannt: Wuthering Heights. Der erste Song in den englischen Charts auf Platz 1, den eine Frau komponiert und gesungen hat! Auch hier kein #MeToo-Thema! // Besonders ergreifend: Die authentische ausdruckstänzerische Performance im Musikvideo. Wie sie es fühlt! Kann man wirken und geschehen lassen. Der Sound dazu von Alan Parsons Project (kenn man von der Monitor-TV-Sendung). Was waren das noch für Zeiten, als hinter Musikvideos noch keine Agenturmarketingberaterchoreoalghoritmus-Maschine pumpte! // Kate Bush — Wuthering Heights // Heutzutage ist alles überproduziert, mit Hall, doppelt- und dreifach Spur. // Achtung! Stephan kennt sich mit Charts aus und hat sogar einen Chart-Hit (top!aktuell!) dabei. Micha schließt sich dafür mal ein bisschen auf, weil: tolerieren bedeutet aushalten. // Lukas Graham (aus Christiania, mitten in Kopenhagen) sieht ein bisschen aus wie Karlsson vom Dach. // Wie spricht man „Kopenhagen“ richtig aus? // Es heißt übrigens SCHÖTT-Bullar und nicht Köttbullar! Stephan kann es nicht mehr hören, wird aber deswegen in die „Ich weiß wie es geht, weil ich habe da gelebt“-Schublade legitimiert (oder verurteilt, je nachdem) //
44:06 //
Stephan eskalisert im Ausspracheveräppelungsgeräuschemachen nach beispielhafter Geschichte über eine ehemalige Klassenkameradin , die „INDRNÄD“ machte. In Michas Schule war niemand so affektiert („alle normal dumm“), er möchte jetzt endlich Lukas Graham hören, sonst droht Abgang. // Stephan erklärt die Historie von Christiania (Übrigens: Dänemark ist in der EU), denn an solchen „anderen“ Orten entsteht Kreativität, auch das Lastenrad, das immer so beschissen im Treppenhaus steht — oder eben die Musik von Lukas Graham — Seven Years //
53:17 //
Micha kann heute nicht so gut einstecken. // Wer hat eigentlich den Hippo-Gag jetzt wie gebracht bzw. verkackt? // Stephans Funfacts: Anfang der 60er gab es noch kein Cannabis und Haschisch in Deutschland. Aber (faktischer Blödsinn):“Deutschland war Besatzungsmacht, hat das keiner mitgebracht?“ Kam erst Mitte der 60er „in den Supermarkt“, weil Alkohol als Elterndroge verpönt. // Micha kennt sich in den 60ern ganz gut aus. // Das Bild der lange in Bushäuschen wartenden Jugendlichen in Vororten, gibt es das noch? //
61:30 //
Micha hat eine Flughafentour am Frankfurter Flughafen gemacht. Dabei hat er Zart&Bitter-Fans rekrutiert. Er hat nicht im Auto MitfahrerInnen umsonst mitgenommen, so sie sich an Z&B binden. // Absolute Faszination beim Airbus A380. Die Flugzeuge werden über im Boden liegende Pipelines mit 2000L/min betankt (entspr. ca 1 Woche eintanken mit Tankstellenzapfhahn). Alles wird gewogen. Wenn es brennt, ist es schwierig im Flieger, aber brennende Triebwerke können abgeschaltet und gelöscht werden. // Micha ist beim Fliegen etwas angespannt, Stephans Frau hat richtig Flugangst. Das Spiegel-Cover mit der verschwundenen MH370 auf Stephans Knien hat sie nicht beruhigt. Was ist eigentlich mit diesem Flug passiert? //
73:50 //
Micha hat noch einen Song dabei, über den er ernsthaft sprechen möche. Ein jüdisches Volkslied, das aber nicht wegen des Anschlags in Halle gespielt wird! Melancholie schwingt im Lied mit. Song: The Klezmer Lounge — Hava Nagila // Stephan war mal bei einem Schüleraustausch in Tel Aviv bei einer Gastmutter mit sechstem Sinn und hat Gläser gerückt. Ob die Geister aber den Vorhang wirklich bewegt haben, weiß er nicht mehr. Die Gastmutter fühlte sofort, (Micha schließt die Tür, weil Stephan immer hinschielt) dass irgendwas nicht stimmte und riet ihm davon ab: Seelen müssen liegen gelassen werden. // Stephans Brille ist verrutscht (worden). //
85:00 //
Das wird eine dicke Folge. // Rekapitulation von Michas Schreckensmoment. Überhaupt machen sich die beiden heute gegenseitig ein bisschen fertig. // Stephan packt die Liste an falsch interpretierten Liedern aus, die Micha auch kennt. // Song aus dem Film Drive, aber nicht der Commerzbank-Song. Stephan glaubt, den Film „entdeckt“ zu haben. Er wäre gern so wie der Hauptprotagonist. Schweigen ist so viel cooler als Reden! // Marion Cobretti aka City Cobra hatte auch immer einen Zahnstocher im Mund. „City-Cobra“ klingt wie ein Porno-Titel. // ALLES an „Drive“ hat super Stimmung. Auch die Hauptdarstellerin, die oft mit einer anderen verwechselt wird (Carey Mulligan, nicht Michelle Williams! Anm. d. Red.) // Kavinsky – Nightcall. //
94:24 //
Michas Lieblingsküchenkraut ist Salbei. Tee! Deo! Nudeln mit Salbei-Butter sind herrlich! Klassisch italienisch, aber wer macht denn noch Butter in die Pfanne? Nudeln mit Butter und Zucker ist auch nicht „kochen“! Der Zuckerbutternudeltyp ist übrigens nicht der Starcraftzockerstudienabbrechertyp. Letzterer hat die Gemüsekörbe seiner Mutter komplett vergammeln lassen, weil Pizza mit der Zockerei einfach besser vereinbar. Hätte Micha nie gemacht. // Was sind Wendepunkte im Leben? Grundlegendes erkennen. Den Moment genießen. JETZT! // Micha findet nicht mehr, dass Tanzen das Sinnloseste ever ist. Im Gegenteil. Stephan macht total gern Partnertanz (kurzes Kichern über „Fotztrott“). Ist das Geil-ste! was es gibt! Passt auch zu Micha, weil Metal-Typen mögen Musik. Und Bewegung. Und deshalb letzter Song auch ein Tanz: Paso-Doble (Richtungstanz): Der Mann ist der Torero, die Frau das Tuch. // Diskussion über die Abschaffung (Tierquälerei) oder Erhalt (Tradition) des Stierkampfes. Kann man auch anders feiern, ohne Tierfolter. Stephan hat das mal live gesehen und fand es Kunst. // España Cañi -Real Orquesta Sinfónica de Sevilla //
115:00 //
Stephan war im Zirkus Flic Flac und glaubt, kein Deutscher würde Akrobat machen. In Russland die Chance, rauszukommen. Vielleicht auch eine Chance für Zart&Bitter? Würde an Disziplin scheitern. Überhaupt: Nicht-Akrobaten-Menschen können maximal noch gehen. Stephan macht jeden Morgen einen Kopfstand. Micha nicht. // Szenario: Was könnten Zart&Bitter anbieten, um ins Rettungsraumschiff zu kommen, wenn die Erde dem Untergang geweiht wäre? Wenig, es wird gefunkt, bis der Asteroid einschlägt. //
Outro. Stephan lobt Micha nicht zum Abschied.
Ciao! //

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