#39 Crime Stories VI

Folge auf Spotify // Zeitangaben entsprechend

00:00 //
Ernsthafte Einleitung, weil heute: Crime — halb Wissen, halb seriös. Kater Merlin schnurrt trotz geballter Juristen-, Gerichtsreporter- und Wikipediakompetenz leider nicht. // Erster Fall von Micha aus dem Jahr 1984 (besonderes Jahr, wegen, und!) startet verzögert, weil Stephan einen Kurzabriss der Steve Jobs-Biografie mit Hinweis auf den Apple-Superbowl-Spot einflechtet. Es geht um den YOGTZE-Fall: Günther Stoll spricht scheinbar im Wahn, schreibt ebengenannte Buchstaben auf, geht gegen 23 Uhr in seine Stammkneipe, kippt um, trinkt aber trotzdem noch seine Getränke. Gegen 1 Uhr nachts klingelt er eine Nachbarin aus dem Schlaf und verkündet, dass schlimme Dinge passieren werden. Die Nachbarin schickt ihn nach Hause, zwei Stunden später wird er ca. 100 km weiter auf der Autobahn nackt und schwerverletzt in seinem verunfallten Auto aufgefunden und stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Verletzungen zeigen, dass Günther Stoll wohl vor dem Unfall an anderer Stelle überfahren wurde. Viele Dinge bis heute bleiben rätselhaft: Warum war Günther Stoll nackt? Wo ist die Kleidung? Was bedeutete der wahnähnliche Anfall und die Buchstaben? War Günther Stoll psychisch beeinträchtigt? Eine DNA-Spur vom Tatort konnte bis heute nicht zugeordnet werden. //
20:14 //
Exkurs: Stephan erklärt das Ding mit der DNA-Analyse, die natürlich immer besser wird und somit auch zur Aufklärung weit zurückliegender Fälle beitragen kann. Verbrecher sollten sich nie sicher fühlen! // Zurück zum Fall: Es gab eine Aktenzeichen XY-Sendung mit Bitte um Mithilfe bei der Entschlüsselung der Buchstabenkombination. Bis heute wird daran herumgerätselt, allerdings wurde erst ein halbes Jahr nach Stolls Tod auf diesen Zettel, der zudem nicht mehr existierte, aufmerksam gemacht. Man vermutet, Stoll hatte Wahnvorstellungen. Der Fall ist bis heute ungeklärt, Zart&Bitter bleibt dran, Stephan ist ob fehlender Aufklärung etwas enttäuscht. // Stephan erklärt die Radio-Rotation, das Äquivalent zur Schnitzel-Pommes-Bestellung im Restaurant. // Song: Dominic Fike — 3 Nights //
31:35 //
Micha hat demonstrativ Chips und Bonner Craft-Bier („zu hopfig, zu gewollt […] eigentlich lieber Fernseh-Bier“) am Start. // Stephans Fall kommt aus Ohio: Scott Davis, frisch verlassener „Verlierertyp“, nimmt einen Job als Farmaufpasser an (Micha macht Shining-Referenziergeräusch). In einem Diner werden die Bedingungen mit Arbeitgeber „Jack“ geklärt, der ihn in einen Wald lockt und versucht, ihn dort zu erschießen. Verletzt läuft Scott nach stundenlanger Versteckerei zu einer nahegelegenen Farm, von der aus die Polizei gerufen wird, die der Sache skeptisch gegenübersteht. Durch Prüfung der Sachlage, Berichterstattung über den Mordversuch und Hinweis der Schwester eines vorherigen Opfers stellt sich heraus, dass „Jack“ anscheinend einsame, weiße, arbeitende Männer zwecks Raubmordabsicht per Internet-Anzeige gesucht hat. Ein völlig neues Täterprofil eines Serienkillers. Der Täter konnte über die Überwachungskamera des Diners und IP-Adresse des digitalen Stellenangebots überführt werden, wurde verurteilt und durch Giftspritze hingerichtet. //
54:49 //
Giftspritze umstrittene Hinrichtungsmethode, da unnatürlich hohes Leidenspotential. Todestrafe sowieso hochumstritten. Wieso nicht alternativ so eine Sterbehilfepille? // Zurück zum Fall „Jobangebot des Todes“: Das neue Täter- bzw. Opferprofil scheint eine Folge der Finanzkrise von 2008/09 zu sein, die viele „normal“ arbeitende Menschen traf. // Song: Pendulum — The Tempest //
63:20 //
(Katerbefreiungsgeräusch, Musikgeschmackdiskutiergeräusch) // Micha, ausnahmslos friedliebend, hat einen Fall aus Russland von 1959 aus dem Uralgebirge dabei: Das Unglück vom Djatlow-Pass. 10 Teilnehmer einer (wildniserprobten) studentischen Expedition erreichen nie den geplanten Zielort, weil sie auf unerklärliche Weise unterwegs ums Leben kamen. Die Wanderung führte durch das Gebiet der Mansen (Ureinwohner, die es heute immer noch gibt, könnte auch eine Gebäckbezeichnung sein). Erst nach wenigen Wochen fand ein Suchtrupp den Lagerplatz mit von innen aufgeschnittenen Zelten. Eine Gruppe der Wanderer wurde leicht bekleidet erfroren gefunden, die andere Gruppe wurde, etwas weiter weg, Opfer von tödlicher stumpfer Gewalt. Außer den Spuren der Wanderer und radioaktiv kontaminiertes Material wurde nichts weiter gefunden. Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt. Es gibt verschiedene (verrückte) Theorien:
– Russenyeti
– Raketentests sollten vom Militär vertuscht werden
– einige der Wanderer hätten für den KGB gearbeitet und eine Übergabe von radioaktiver Substanz an eine unbekannte Empfängergruppe sei gescheitert/eskaliert
Kugelblitz oder Infraschall
Der Fall wurde 2019 wieder aufgerollt. //
88:34 //
Stephan ist zwei Fällen ohne Auflösung wegen ein wenig wahnsinnig, kann aber auch nichts zur Lösung beitragen. // Wer kennt noch Kommissar Kugelblitz? // Stephan hat noch ein komisches Gefühl aus einem Urlaub in einer Alpenhütte und zwei tödlich verunglückten Wanderern in der Nähe und einem nachts ankommenden Wanderer //

Hoffentlich können alle gut schlafen nach dieser Folge, Stephan sucht aus diesmal wieder NICHT das Outro!

Auf Wiedersehen!

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