#49 Crime Stories IX

Folge auf Spotify // Zeitangaben entsprechend

00:00 //
Heute: Das Monster von Gévaudan // Ohne Ende Leichen, ein blutrünstiger Fall aus Südfrankreich von 1764, Stephan hat von dem Fall noch nie gehört und sich auch überhaupt nicht vorbereitet. // Es geht um Bête du Gévaudan, eine Bestie, die im Zentralmassiv von Frankreich drei Jahre wütete und ca. 100 Opfer forderte. Die meisten davon waren Frauen und Kinder. Augenzeugen beschrieben die Kreatur anders als einen Wolf. Wölfe trennen auch keine Köpfe ab und haben keine 16cm langen Fußabdrücke. // Kurze Irritation über die Todesursachen und Reihenfolge der Louis-Könige in Frankreich // Beteiligte des Falles kommen zu Wort: Der Bischof von Mende sagt, die Bestie sei eine Strafe Gottes // Wegen konfiszierten (Schuss-)Waffen konnten BewohnerInnen des Ortes sich nur mäßig mit Bauernwerkzeug verteidigen. Man nimmt sich vor, die Bestie auszustopfen. // Exkurs: Stephan erklärt Nachhaltigkeit und Naturschutz mit der unnachhaltige Abholzung von europäischem Wald zugunsten Schiffbau im Mittelalter und später. // Aus Paris reiste ein Kapitän mit Dragonern an, um die Bestie (mit Waffen) zu bekämpfen, schaffen es aber aus vergnügungstechnischen Gründen nicht, woraufhin der Marktgraf eine Treibjagd organisiert. //
20:56 //
Der König kommandiert dazu sogar den königlichen Wolfsjäger und Armbrustträger zur restlichen Treibjadgmeisterschaft (es war sehr voll in Gévaudan!) ab. // Es hilft alles nichts, die fürchterlich bellende Bestie kann — trotz Schussverletzungen — flüchten. // Man konnte das Tier auch artentechnisch nicht genau einordnen, erlegte auch große Wölfe gegen Belohnungen, dennoch ging die Mordserie weiter. // Es gab auch Angriffsopfer, die überlebt haben, dabei verwunderlich: Warum hat das Tier denn nicht (kleinere) Tiere gerissen, sondern immer nur Menschen attackiert? // Jean Chastel, der wortkarge Jäger, erlegt schließlich einen sehr großen Wolf, in dem auch menschliche Überreste gefunden wurden. Obwohl die Mordserie danach endete, passt das erlegte Tier nicht unbedingt auf die Beschreibung von Augenzeugen. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Bestie ein aus einer Art „Zoo“ entlaufenes Tier war, z.B. Löwe oder Hyäne. // Die „Auflösung“ ist ein wenig enttäuschend. Aber krass, was so ein Tier „für eine Welle startet“ (Stephan) // Gemäß der zeitgenössischen Abbildungen könnte das ein „hochgepimpter Wolf“ sein, aber weshalb wurde das Tier von Zeugen anders beschrieben? // „Pakt der Wölfe“ ist übrigens an diesen Vorfall angelehnt, aber auch SEHR fiktionalisiert! Trotzdem: Filmtipp! Auch wegen Vincent Cassel. // Song: Turbowolf — Electric Feel //
38:35 //
Neuer Z&B.Jingle (irgendwas mit Duftnoten) // Recap zur Bestiengeschichte: Sowas ist heutzutage gern mal ein Sommerlochfüller, Stichwort Krokodil und Schildkröte im Baggersee. //
Jetzt der zweite Fall von 2004: „Schüsse auf der Bühne„, mit drei Hauptprotagonisten: Dimebag Darrell (talentierter Ex-Gitarrist von Pantera, „klassischer“ Rocker), bei dem es aber nach Pantera mit der neuen Band Damageplan nicht mehr so gut lief, James Niggemeyer (Cop, anhand dessen Namen wird nochmal Stephans Trampel-Plumpheit geklärt), der an „diesem Abend“ Streife fuhr. Wie cool sind amerikanische Polizisten im Vergleich zu deutschen? Wie ist das Dienstwagen-Cop-Verhältnis? Dritter Protagonist: Nathan Gale, unehrenhaft entlassener Marine und großer Fan von Pantera, der über die Trennung der Band nie hinweg gekommen ist und behauptete, die Musiker hätten seine Texte gestohlen. //
In Columbus, Ohio, am 8.12.2004, kreuzen sich die Wege der drei: Nathan Gale schleicht sich in den Club, in dem Damageplan spielt, stürmt bewaffnet die Bühne und gibt 4 Schüsse auf Dimebag Darrell ab. Er lässt sich kaum überwältigen, es gibt noch drei weitere tödlich Verletzte. John Niggermeyer ist superschnell vor Ort, nur mit einer Schrotflinte bewaffnet, tötet Nathan Gale, die Geisel in dessen Schwitzkasten überlebt. //
Großer Verlust und Schock für die Metal-Szene. 2014 gesteht John Niggemeier, dass er immer noch unter posttraumatischem Stress leidet. Das Tatmotiv war wohl die Auflösung von Pantera. // Teaser auf eine nächste mögliche Crimefolge: Die Attentäterin auf Lafontaine war die Nachbarin von Michas Patentante! // So ein John-Lennon-eskes Leben im Hotel wäre eigentlich auch was für Stephan. // Abschluss-Song: Pantera — This Love //
62:20 //
Gute Nacht, Adieu, das nächste Mal in Crime Stories: Das Attentat auf Oskar Lafontaine — und Stephan hat einen vor Spannung! in! der! Luft! klirrenden! Fall! dabei.
Ciao!













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