#70 Crime Stories XVII

Folge auf Spotify // Zeitangaben entsprechend
Triggerwarnung: extreme Gewalt, Folter

00:00 //
Micha hat heute zwei Fälle dabei und Stephan kann sich zurücklehnen und kommentieren. Stephan liebt Grusel, Micha eher nicht so. // Der Fall beginnt mit einem Notruf in der Nähe von Paderborn. In einem Auto findet man eine schwerverletzte Frau und zwei weitere Personen. Die Frau stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass sie massiven Körperlichen Verletzungen ausgesetzt war. Das Paar, bei dem die Frau im Auto war, war dabei gewesen, diese zu nach Hause zu bringen, hatten aber unterwegs eine Panne und deshalb den Notruf gerufen. Die Polizei fängt natürlich schnell an, nachzuforschen und das Haus des Paares zu durchsuchen. // Das Paar Winfried und Angelika W. lebt in Höxter, die beiden sind geschieden, erzählen aber den Nachbarn, sie seien Geschwister. Winfried hat per Kontaktanzeige eine Frau gesucht, daraufhin hatte sich das Opfer Susanne W. gemeldet. // Im Zuge der Ermittlungen fällt eine Annika auf, mit der Winfried 2013 verheiratet war, die angeblich jetzt in Amsterdam lebt. Schnell gibt man zu, dass Annika bei einem Sturz von der Treppe verstorben war. Anhand vieler Spuren und Befragungen kommt raus, dass die Frau zerstückelt, verbrannt und die Asche im Ort verteilt wurde. // Man rekonstruiert, dass über die Jahre mehrere Frauen dort eingezogen und gestorben, aber auch wieder ausgezogen sind. Eine Betroffene erzählt von schlimmsten Demütigungen und Folterungen aller Art. Das Paar betreibt krassestes Gaslighting, um die Opfer gefügig zu machen. Als die Betroffene wieder zurück nach Berlin zieht, bestehen Angelika und Winfried darauf, dass bei der Polizei eine schriftliche Erklärung abgegeben wird, dass sie freiwillig in dem Haus in Höxter gelebt hat. Die Polizei lehnt das ab – fragt aber auch nicht weiter nach. //
17:20 //
Bei der Hausdurchsuchung werden Abschiedsbriefe gefunden, bei denen klar ist, dass sie erzwungen wurden: Niemand schreibt einfach so darüber aus eigenem Antrieb, dass man das Geld freiwillig abgegeben hat. Außerdem gibt es eine Liste mit 70 verschiedenen Foltermethoden, die ausgeübt wurden. Für solche perfide Methoden hat sich das Täterpaar perfekt ergänzt – Winfried ist vorbestraft und hat in den 1990er Jahren bereits mit einer Freundin eine weitere Exfrau gequält. // Das Paar landet ziemlich schnell vor Gericht, Angelika ist ebenfalls misshandelt worden, fällt während der Gerichtsverhandlung aber als intelligenterer und dominanterer Part der Verbindung auf. Stephan fragt nach (psychologischen) Hintergründen. Wie wird man so? // Winfried wird zu 11 Jahren mit anschließender psychiatrischer Einweisung verurteilt. // Kurzer Recap zur Skrupellosigkeit des Paares bei den Misshandlung von Susanne. // Angelika wird zu 13 Jahren verurteilt. Das Haus wurde weitervermietet, während des Prozesses fliegt auf, dass der Nachmieter eine Cannabis-Plantage dort angelegt hat. // Jule Sommer hat erzählt, RTL-ferne JournalistInnen haben kaum Zugang zu Dorfbewohnern in Höxter, weil der Sender quasi das ganze Dorf unter Vertrag genommen hat. //
32:15 //
Es gibt noch einen anderen Fall in der Nähe von 2006, man vermutete eine Verbindung, die Spuren verliefen jedoch im Sand. Es geht um den Fall von Frauke Liebs: Während der WM schaut sie mit FreundInnen im Pub ein Spiel. Mit ihrem Ex wohnt sie zusammen in einer WG. Er ist nicht bei der Gruppe dabei, wartet auf ihre Heimkehr. Sie geht gegen 23 Uhr los, um 00:49 kommt eine SMS aus einer (wie später festgestellt wird) 30 km entfernten Funkzelle. Am nächsten Morgen fällt auf, dass sie gar nicht nach Hause gekommen ist. Auf der Arbeit ist sie auch nicht. Die Polizei reagiert erst mal nicht, obwohl Frauke als sehr verlässlich und zuverlässig gilt. Ein paar Tage später meldet sie sich bei ihrem Ex telefonisch. Kurz angebunden, wie in Trance. Es gibt insgesamt 5 Anrufe. Beim letzten Anruf bestätigt sie, dass sie festgehalten wird. Warum lässt man seine Gefangene telefonieren? Man geht davon aus, dass sie unter bedrohender Aufsicht diese Telefonate führen musste. // Der Exfreund ist absolut unverdächtig. Stephan vermutet ein geplantes Verbrechen. Alle Ermittlungen danach laufen ins Leere. Es gibt keine ZeugInnenbeobachtungen, keine weiteren verdächtigen Personen, nichts. //
51:25 //
Im Oktober 2006 findet ein Jäger eine Leiche, stark verwest und skellettiert. Todesursache und -zeitpunkt, mögliche Drogen oder sonstige DNA-Hinweise und Spuren sind nicht mehr feststell- oder sicherbar. Man vermutet, dass sie von einer ortskundigen Person festgehalten wurde und zwecks Spurenverwischung aus einem Gewerbegebiet heraus die Anrufe tätigen musste. Stephan findet die Mühe mit den Anrufen total komisch. // Micha hat ein Foto von dem Waldstück „Totengrund“ dabei, wo Frauke gefunden wurde. Man vermutete bei den Höxter-Ermittlungen eine Verbindung, die sich nicht bestätigt hat. Der Fall ist ein Cold-Case. //
Bedrückende Fälle.
Damit verabschieden sich die beiden.
Gute Nacht! (Hören ja viele zum Einschlafen.)
Ciao!

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